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BĂźchold
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Bßchold ist ein Gemeindeteil der Stadt Arnstein im unterfränkischen Landkreis Main-Spessart in Bayern.cite-ref-2[2] Der Ort hat 732 Einwohner. Zur Gemarkung Bßchold gehÜrt der nordwestlich gelegene Weiler Sachserhof mit ungefähr 50 Einwohnern, bei dem es sich um einen von ehemals drei SchafhÜfen um den Ort handelt. Fßr die derzeitige Legislaturperiode ist die Gemeinde Bßchold im Stadtrat von Arnstein mit drei Stadträten vertreten.
Contents
⢠Geographie
⢠Lage
⢠Geschichte
⢠17. Jahrhundert
⢠18. Jahrhundert
⢠19. Jahrhundert
⢠20. Jahrhundert
⢠21. Jahrhundert
⢠Schlossbesitzer
⢠Ortsvereine
⢠Veranstaltungen
⢠Literatur
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
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Geographie
Lage
Das Kirchdorf BĂźchold liegt nĂśrdlich von Arnstein. Die durch den Ort verlaufende St 2294 fĂźhrt sĂźdwärts nach Heugrumbach, wo sie in die B 26 mĂźndet, und nordwärts, die KreisstraĂe MSP 1 kreuzend, nach Gauaschach. Landschaftlich ist BĂźchold in die beginnende Vor-RhĂśn und das Ăśstliche Ende des Spessarts einzuordnen. Man nennt diese Region auch Mainfranken. Laut der Bayerischen Vermessungsverwaltung liegt am westlichen Ortsrand (Dorfgraben) der geographische Mittelpunkt des Regierungsbezirks Unterfranken (auf 50° 00' 39" nĂśrdliche Breite, 09° 56' 47" Ăśstliche Länge). Deshalb wurde am 21. November 2014 in der Ortsmitte neben der ehemaligen Viehwaage eine Tafel von Ministerialdirigent Rainer Bauer und BĂźrgermeisterin Anna Stolz enthĂźllt.
Nachbargemarkungen
Nachbargemarkungen im Uhrzeigersinn im Norden beginnend sind Altbessingen, Schwebenried, Arnstein, Heugrumbach, Reuchelheim, Hundsbach, Obersfeld und Gauaschach.
Geschichte
8. bis 14. Jahrhundert
Erstmals urkundlich erwähnt wurde der fränkische Ort in einer Schenkungsurkunde des Klosters Fulda vom 19. April 788 als âBuhhulidiâ. im Jahr 1100 traten mit Herman, Rotolf und Swicker âde Bucholiâ erstmals Mitglieder eines BĂźcholder Adelsgeschlechts als Urkundenzeugen in Erscheinung. 1244 wurden die GebrĂźder Konrad und Ulrich von BĂźchold Mitglieder des Johanniterordens, was dem Orden seine ersten Erwerbungen in BĂźchold einbrachte. 1299 war BĂźchold schlieĂlich Sitz einer Johanniterkommende. Im gleichen Jahr 1299 wurde mit dem Bau der Kapelle St. Johannes in der Dorfmitte begonnen.cite-ref-0-3-0[3]
Die Burganlage wurde erstmals 1299 urkundlich erwähnt, ist aber vermutlich etwas älter. Da der Orden der Johanniter in finanzielle Bedrängnis geriet, verkaufte er 1344 die Burganlage an die Herren von Thßngen.cite-ref-0-3-1[3] 1316 erwarb der Johanniterorden die Bßcholder Burg von Graf Ludwig von Rieneck und vier Jahre später auch die Kapelle St. Johannes. Sie stand bis ins 18. Jahrhundert am heutigen Schulplatz und diente den Gläubigen in Bßchold als Kirche.
14. bis 16. Jahrhundert
Die Herren von ThĂźngen regierten am längsten auf Schloss und Gut BĂźchold â Ăźber 200 Jahre dauerte ihre Regentschaft. 1498 lieĂen sie eine Nikolauskapelle am Ortsrand errichten, die zum Schloss gehĂśrte. Nach dem Auftreten des Reformators Martin Luther wechselte das ThĂźngener Adelsgeschlecht um 1564 zum evangelischen Bekenntnis und nach der damals geltenden Regel cuius regio eius religio mit ihm die Herrschaft BĂźchold. So hielt die lutherische Konfession fĂźr etwa 60 Jahre Einzug in BĂźchold.cite-ref-0-3-2[3] Im Zuge dieses Glaubenswechsels wurde die Nikolauskapelle abgerissen und die alte Pfarrei BĂźchold aufgelĂśst. Die Burganlage hatte unter den Herren von ThĂźngen eine BlĂźtezeit, da sie von ihnen zu einem prächtigen Renaissanceschloss ausgebaut wurde.
17. Jahrhundert
Ihre Nachfolger waren die Echter von Mespelbrunn, die eine strenge Rekatholisierung des Ortes vornahmen. Sie errichteten 1598 die Nikolauskapelle am Ortsrand erneut und gaben ihr in gegenreformatorischer Absicht ein Marienpatronat (Mariä Heimsuchung). 1600 wurde die Pfarrei BĂźchold neu gegrĂźndet. Im gleichen Jahr wurde im Kerker des Schlosses eine Frau aus Sachserhof als Hexe gefoltert und verbrannt. Ihr Sohn lieĂ 1617 zwischen BĂźchold und Sachserhof einen Bildstock zu ihrem Gedenken errichten. 1614 wurde die Rosenkranzbruderschaft in BĂźchold gegrĂźndet. Sie erhielt als Bruderschaftskirche die Nikolauskapelle. Da diese ihre zahlreichen Mitglieder bald nicht mehr fassen konnte, lieĂ Philipp Christoph Echter die Kapelle 1619â1622 erweitern. Die 180 Pflanzen in 50 Feldern darstellende, von Wolfgang Ritterlein (â 8. Dezember 1622) gemalte Chordecke der Vierung wurde 1622 fertiggestellt.cite-ref-4[4]cite-ref-5[5] In dieser baulichen Situation präsentiert sich die Kirche von BĂźchold bis heute.
18. Jahrhundert
Die Herren von Dalberg (Kämmerer von Worms) brachten BĂźchold nochmals zur BlĂźte, indem sie 1685 den Barockgarten neben dem Schloss anlegten. Nachdem die Dalbergs keinen männlichen Nachkommen hervorbrachten und die in BĂźchold herrschende Linie erlosch, wurde die Herrschaft BĂźcholds 1723cite-ref-0-3-3[3] an das Hochstift WĂźrzburg verkauft und verfiel. Die verarmte BĂźcholder BevĂślkerung nutzte ab ca. 1776 die baufälligen Gebäude der einst prächtigen Schlossanlage als Steinbruch fĂźr ihre Häuser. Seit 1787 wurde die Bruderschaftskirche am Ortsrand fĂźr die Gottesdienste genutzt, da die Pfarrkirche St. Johannes der Täufer in baufälligem Zustand war. Im Jahr 1769 wurde die Pfarrkirche in der Ortsmitte abgerissen, ebenso das Pfarrhaus und mit dessen Steinen ein Glockenturm errichtet, wie er heute noch steht.cite-ref-0-3-4[3] Der âLäutturmâ sollte im Brandfall schneller geläutet werden als die Glocken der Nikolaus-Kirche, da der Weg dort hinauf im Notfall zu weit gewesen wäre. Noch heute schlägt der âLäutturmâ die Zeit an und läutet im Todesfall eines BĂźcholder BĂźrgers das Totengeläut.
19. Jahrhundert
1818 erwarb ein Bßcholder Privatmann die stark baufällige Schlossruine. Seine Nachkommen nutzten sie bis ins Jahr 2000 als landwirtschaftliche Gebäude.
Immer wieder wurden Pläne fĂźr eine neue Kirche in der Ortsmitte entworfen. Auch eine Erweiterung der Nikolauskapelle bis zur KirchenstraĂe musste aus finanziellen GrĂźnden unterbleiben. Die letzten Pläne eines Kirchenneubaus sind um 1850 entstanden.cite-ref-geschichte-s576-6-0[6]cite-ref-handbuch-bayer-mter-s491-7-0[7] In der Nacht vom 11. auf den 12. August 1845 wurde durch ein Fenster im Chorraum der Kirche eingebrochen, der Tabernakel aufgebrochen und die wertvolle Monstranz samt einem Altartuch gestohlen.cite-ref-8[8]
1865 wurde das neue Schulhaus bezogen, in dem bis in die späten 1980er Jahre die Jahrgangsstufen 1â4 unterrichtet wurden.cite-ref-1-9-0[9] Seitdem fahren die SchĂźler in die Grundschule nach Schwebenried. Heute wird die âAlte Schuleâ vom Musikverein, dem Roten Kreuz und dem Jugendzentrum genutzt.
Im August 1895 konnte BĂźchold mit Philipp Ulsamer die erste geschichtlich bekannte Primiz eines aus BĂźchold stammenden Priesters feiern. Philipp Ulsamer wurde 1871 in BĂźchold geboren und starb 1953 in WĂźrzburg.
20. Jahrhundert
Der Ort wurde 1908 an das Telefonnetz angeschlossen und erhielt 1923 Strom. Im Jahr 1926 erhielt die Pfarrkirche drei neue Glocken, nachdem die alten Glocken dem Ersten Weltkrieg zum Opfer fielen. 1928 wurden Wasserleitungen im Ort verlegt.cite-ref-1-9-1[9] 1935 konnte der Ort Bßchold mit Paul Mons die zweite Primiz in der Bßcholder Geschichte feiern. Paul Mons wurde 1910 geboren und starb 1984 in seinem Altersruhesitz Bad Bergzabern in der Pfalz. Auch der Zweite Weltkrieg lieà das Geläut der Pfarrkirche fßr längere Zeit verstummen, denn 1942 wurden alle Glocken der Kirche, bis auf ein kleines GlÜckchen, zu Rßstungszwecken abmontiert und eingeschmolzen. Erst 1954 lieà Pfarrer Karl Thum drei neue Glocken fßr die Pfarrkirche anschaffen, die auch heute noch in den Tßrmen der Kirche hängen.
1960 wurde die KirchenstraĂe mit Kopfsteinpflaster befestigt, das bis heute erhalten blieb. Erst 1969 war die Asphaltierung der Ăźbrigen DorfstraĂen beendet. In den Jahren 1966 bis 1977 wurde das Flurbereinigungsprogramm durchgefĂźhrt.
Am 1. Juli 1972 wurde Bßchold im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Arnstein eingemeindet.cite-ref-handbuch-bayer-mter-s491-7-1[7] 1974 wurde die Partnerschaft mit der schleswig-holsteinischen Gemeinde Todenbßttel besiegelt. 1988 fand an Pfingsten die 1200-Jahr-Feier statt. Bei Renovierungsarbeiten an der Kirche wurde festgestellt, dass die Zwillingstßrme der Kirche durch die einseitige Belastung des Sßdturmes als Glockenturm auseinanderdriften und das im Inneren befindliche ChorgewÜlbe herabzustßrzen drohte. Deswegen wurden 1994 drei weitere Glocken angeschafft, die das bisherige dreistimmige Geläute zu einem sechsstimmigen Geläute ergänzen und nun in beiden Glockentßrmen jeweils drei Glocken hängen.
2000 feierte die Pfarrgemeinde Bßchold ihr 400-jähriges Bestehen nach der Wiedererrichtung durch die Echter von Mespelbrunn.
21. Jahrhundert
2003 nahm der Ort an dem Wettbewerb âUnser Dorf soll schĂśner werden â Unser Dorf hat Zukunftâ teil und erlangte auf Bezirksebene die Goldmedaille. Bei dem Entscheid auf Landesebene 2004 erhielt BĂźchold eine Bronzemedaille. Der Sportfischerverein brachte im Jahr 2004 in der gesamten BĂźcholder Flur kleine Schilder an, die die jeweiligen Flurnamen tragen, damit auch die jĂźngere Generation, die ihren Lebensunterhalt nicht mehr auf dem Feld verdienen muss, die Flurnamen nicht vergisst.
2009 konnte das neue Feuerwehr- und Dorfgemeinschaftshaus eingeweiht werden. Die Bauarbeiten begannen 2007; die Planungen gehen zurĂźck bis ins Jahr 2001. Von 2008 bis 2010 wurde am neuen Sportheim, einem modernen Steinbau mit Veranstaltungssaal, gebaut. Die Einweihung erfolgte 2010.
2009 konnte die seit 1986 laufende Dorferneuerung abgeschlossen werden. Als Erinnerung wurde am Schulhaus eine Gedenktafel angebracht. Bis 2007 war das verfallene Schloss im Besitz der Familie Mennig. Nach dem Verkauf wurde es von 2009 bis 2011 saniert und restauriert und besteht heute aus einem neu errichteten Wohnhaus und Stallungen sowie dem konservierten Bergfried, dem GewĂślbekeller und den Ringmauern mit TurmrĂźmpfen auf der AnhĂśhe am nĂśrdlichen Dorfrand.
2013 fand an Pfingsten die 1225-Jahr-Feier statt. Schirmherrin war die Bayerische Landtagspräsidentin Barbara Stamm.
2015 beteiligte sich BĂźchold am Wettbewerb âUnser Friedhof â Ort der WĂźrde, Kultur und Naturâ, der auf Ebene des Landkreises Main-Spessart ausgeschrieben war. Der BĂźcholder Friedhof belegte dabei den ersten Platz.cite-ref-handbuch-bayer-mter-s491-7-2[7]
An Pfingsten 2017 feierte der Ort mit Nicolas Kehl die dritte Primiz eines aus Bßchold stammenden Priesters mit einem Dorffest. Im Juli desselben Jahres blickte die Theatergruppe Bßchold auf ihr 35-jähriges Bestehen zurßck und feierte mit einem Freiluft-Stßck vor dem Bßcholder Schloss, zu dem Hunderte von Besuchern kamen. Auch die Freiwillige Feuerwehr hatte in diesem Jahr ein Jubiläum; sie wurde 140 Jahre alt und feierte mit einem dreitägigen Fest am Sportgelände.
Einwohnerentwicklung
⢠1871: 718 Einwohnercite-ref-bavarikon-ewz-10-0[10]
⢠1925: 597 Einwohnercite-ref-bavarikon-ewz-10-1[10]
⢠1950: 714 Einwohnercite-ref-bavarikon-ewz-10-2[10]
⢠1970: 667 Einwohnercite-ref-bavarikon-ewz-10-3[10]
⢠1987: 708 Einwohnercite-ref-bavarikon-ewz-10-4[10]
⢠2015: 708 Einwohnercite-ref-11[11]
⢠2017: 723 Einwohnercite-ref-12[12]
⢠2024: 708 Einwohnercite-ref-bavarikon-ewz-10-5[10]
KonfessionszugehĂśrigkeiten
Der grĂśĂte Teil BĂźcholds ist seit den gegenreformatorischen Bewegungen im 17. Jahrhundert katholisch. Lediglich in den Nachkriegsjahren nahm der Anteil der protestantischen BevĂślkerung durch Vertriebene leicht zu, flaute jedoch bald wieder ab. Im Jahre 1994 waren 92 % der BĂźcholder BevĂślkerung katholisch, 2 % evangelisch und 6 % gehĂśren sonstigen Glaubensgemeinschaften an.
⢠1939: 674 katholisch, 1 evangelisch
⢠1950: 781 katholisch, 28 evangelisch
⢠1994: 708 katholisch, 18 evangelisch, 48 sonstige und Austritte
⢠2010: 675 katholisch, andere Daten nicht bekannt.
BĂźrgermeister (seit 1870) und Pfarrer (seit 1823)
1972 endete die politische Selbstständigkeit von Bßchold. Seither gehÜrt es zur Stadt Arnstein. Bßrgermeister ist seit 2018 Franz-Josef Sauer. Karl Kempf war der letzte Pfarrer, der in Bßchold wohnte. Seither wurde die Pfarrei zunächst von Dekan Gerhard GÜtz aus Arnstein betreut, von 1991 bis 2017 vom Pfarrer in Schwebenried. Nach dessen Weggang im Juli 2017 wird die Pfarrei Bßchold wieder vom Pfarrer von Arnstein betreut.cite-ref-geschichte-s576-6-1[6]
Schlossbesitzer
⢠vor 1299: Grafen v. Rieneck
⢠1299â1364: Johanniterorden
⢠1364â1596: Herren von ThĂźngen
⢠1596â1652: Herren Echter von Mespelbrunn
⢠1652â1719: Herren von Dalberg
⢠1719â1803: Hochstift WĂźrzburg (mit Belehnungen an die Grafen von Greiffenclau und Ingelheim)
⢠1803â1818: KĂśnigreich Bayern
⢠1818â2007: Privatbesitz Familie Mennig
⢠2007âheute: Privatbesitz Schubert/Glawatzcite-ref-geschichte-s576-6-2[6]
Ortsvereine
Das dÜrfliche Leben Bßcholds ist geprägt von vielen Aktivitäten, die die Ortsvereine organisieren. Derzeit gibt es 26 Vereine und Gruppen. Zur 1200-Jahr-Feier schlossen sich 1988 einige Vereine zum Vereinsring zusammen.cite-ref-geschichte-s576-6-3[6] 2013 wurden der Katholisch Deutsche Frauenbund (KDFB) und der Kirchenchor (seit 1985) mangels Mitglieder und Interesse aufgelÜst. Der jßngste Verein ist derzeit der 2015 gegrßndete Verein zur Bewahrung des unterfränkischen Dialektes e. V.
⢠Vereinsring Bßchold e. V. (1988 als offenes Gremium; Grßndung: 1992; e. V. seit 1995)
⢠Bauernverband (1960)
⢠BRK Bereitschaft (1947)
⢠Carneval-Club-BĂźchold (CCB) (1982). Er feierte 2015 sein 33-jähriges Bestehen mit einer groĂen Gala im Saal des Sportsheims.
⢠CSU-Ortsverband (1946)
⢠DJK Bßchold (1959)
⢠Eigenheimer Vereinigung (1989)
⢠Fan-Club âBorussia von Frankenâ (2012)
⢠Fan-Club âRed Fightersâ des FC Bayern (1999)
⢠Freiwillige Feuerwehr (1876)
⢠Gartenbau- und DorfverschÜnerungsverein (1907 als Obstbauverein gegrßndet, ab 1950 Obst- und Gartenbauverein, seit 1971 Gartenbau- und VerschÜnerungsverein)
⢠HäbĂźachena (1983) â eine Gruppe von BĂźcholder âOriginalenâ, die besonders den dĂśrflichen Dialekt pflegt.
⢠Heimatpflegeverein Sachserhof (1992)
⢠Jagdgenossenschaft (1955â1972; 1976 bis heute)
⢠St.-Johannis-Zweigverein (1901)
⢠Jugendzentrum (JUZ), 1995 als Verein konstituiert, davor mehrere Jugendgruppen
⢠KLJB (Katholische Landjugendbewegung, 1947)
⢠Musikverein âBĂźcholder Musikantenâ und fränkische Volkstanzgruppe (1969, hervorgegangen aus der Trachtenkapelle BĂźchold)
⢠Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung (1974)
⢠Bßcholder Pferdefreunde e. V. (1998)
⢠Soldaten- und Reservistenkameradschaft (1875 als Soldaten- und Kriegerkameraden, seit 1975 neuer Name)
⢠Sportfischerverein (1975)
⢠Tandem-Club â75 (1975)
⢠Laienspielgruppe âTheatergruppe BĂźcholdâ (1982)
⢠VDK-Ortsverband (1948)
⢠Verein zur Bewahrung des unterfränkischen Dialektes e. V. (2015)
Ehemalige Gasthäuser
In Bßchold gibt es derzeit kein Gasthaus, zeitweise existierten drei Gasthäuser.
⢠Gasthaus Untere Wirtschaft (zeitweise Distlersche Wirtschaft oder MeyerhÜfersche Wirtschaft genannt) im Mßhlweg 6: Dort war auch ehemals eines der drei Ortstore. Sie hatte Bestand bis ins Jahr 1934.
⢠Gasthaus Zapf (Schwarzer Adler): Es war das älteste Gasthaus in Bßchold aus dem 17. Jahrhundert. In den 1950er Jahren wurde ein geräumiger Tanzsaal angebaut. 1984 schloss das Gasthaus. Nachdem 2015 der Verein zur Bewahrung des unterfränkischen Dialektes e. V. gegrßndet wurde, soll der Schwarze Adler jetzt zum Dialekthaus renoviert und umgebaut werden. Der damals angebaute Tanzsaal wurde bereits 2020 abgerissen. Aufgrund der COVID-19-Pandemie stand (steht) das Projekt still. Das Haus soll grundsaniert und mit verschiedenen Räumen fßr den Verein und Besucher ausgestattet werden.
⢠Gasthaus Mons (âGoldener LĂśweâ) in der KirchenstraĂe 11: Das Gebäude ist nur wenig jĂźnger als der âZapfâ. In seinem Keller wurde bis 1933 Bier gebraut. Das Gasthaus Mons schloss 2003.cite-ref-geschichte-s576-6-4[6]
Veranstaltungen
⢠Zur Fastnacht gibt es in Bßchold jährlich vier Prunksitzungen, die vom Carneval Club Bßchold (CCB) im Veranstaltungssaal des Sportheimes abgehalten werden. Am Faschingsdienstag findet ein Faschingsumzug statt.
⢠Am 1. Mai wird in alter Tradition der Maibaum von einem jeweils anderen Verein aufgestellt.
⢠An Christi Himmelfahrt findet die Wallfahrt der Pfarrgemeinde nach Fährbrßck statt. Das Gnadenbild dort ist seit 1975 Ziel der Bßcholder Wallfahrt, die bis 1974 nach Dettelbach ging.
⢠Im Juni feiert die Pfarrgemeinde ihr Pfarrfest in unregelmäĂigen Abständen im Pfarrgarten.
⢠Seit 2012 findet alle drei Jahre im Ort die Fronleichnamsprozession der drei Pfarreien Altbessingen, Schwebenried und BĂźchold statt. AnschlieĂend werden Einheimische und Gäste zu einem festlichen Mittagessen sowie Kaffee und Kuchen eingeladen.
⢠Jeweils am 2. Juli, dem kirchlichen Fest Mariä Heimsuchung, feiert der Ort mit einem zweitägigen Dorffest seinen âDicke Doochâ, das Patrozinium der Pfarrkirche. Die Festtage beginnen mit einem Hochamt in der Kirche, dem sich eine Kirchenparade zum Schulplatz anschlieĂt.
⢠Anfang Juli feiert der kirchliche Kindergarten in Bßchold sein Kindergartenfest.
⢠Mitte August finden die âHot-Summer-Nightsâ in der BĂźcholder Flur statt. Die Veranstaltung hat seit 2009 das âSchuttplatzfestâ abgelĂśst und wird vom Jugendzentrum (JUZ) organisiert.
⢠Am letzten Augustwochenende findet das Fischerfest statt, welches der Sportfischerverein Werntal organisiert.
⢠Am zweiten Septemberwochenende ist âTag des offenen Denkmalsâ, bei dem das BĂźcholder Schloss FĂźhrungen und Besichtigungen anbietet.
⢠Im September findet auf den Anlagen der DJK Bßchold das Sportfest statt.
⢠Im November lädt die Theatergruppe Bßchold bereits seit 1982 zu ihren sieben Vorstellungen in das Sportheim ein.
⢠Am ersten Adventswochenende Ăśffnet der Adventsmarkt âBĂźcholder Winterzauberâ, der seit 2006, zunächst am Schloss, seit 2008 auf dem Schulplatz, abgehalten wird.
⢠Am zweiten Adventswochenende veranstaltet das Jugendzentrum (JUZ) seit 1997 das âX-treme Nikolausingâ in seinen Räumlichkeiten in der alten Schule.
⢠Seit 1988 findet am 4. Advent das âAdventskonzertâ in der Pfarrkirche statt. Veranstalter ist der Vereinsring BĂźchold.
EhrenbĂźrger von BĂźchold
⢠Johann Georg Wolf (* 1818; â ?): War Bezirkshauptlehrer in Bergtheim, der seinen Ruhestand in Bad Kissingen verbrachte.
⢠Johann Kilian Wendel (* 1851; â 1951): Er Ăźbte zwischen 1871 und 1920 den Beruf des TĂźnchners aus. Er starb drei Tage nach seinem Jubeltag.
⢠Rudolf Baumeister (* 1865; â 1936): BĂźrgermeister von BĂźchold von 1906 bis 1929.
⢠Heinrich Grimm (* 1882; â 1970): Geistlicher Rat und Dekan, der von 1932 bis 1952 Pfarrer von BĂźchold war. Er wurde 1905 geweiht. Sein Grab ist in Ingolstadt b. WĂźrzburg.
⢠Margarete Wendel (* 1885; â 1979): Hebamme, die seit 1905 in BĂźchold tätig war.
⢠Karl Kempf (* 1927; â 2014): War von 1967 bis 1979 als Priester in BĂźchold tätig. Er war der letzte Pfarrer von BĂźchold. Sein Grab ist in Volkersbrunn im Spessart.
⢠Isidor Schmitt (* 1919; â 1994): Oberlehrer, der seit 1945 in der Schule im Ort unterrichtete. Nach deren SchlieĂung war er noch bis 1981 an der Grundschule in Schwebenried.cite-ref-14[14]
Literatur
⢠Johann Kaspar Bundschuh: BĂźchold. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 1: AâEi. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1799, DNB 790364298, OCLC 833753073, Sp. 481â483 (Digitalisat).
⢠Dorfchronik BĂźchold â die Geschichte eines unterfränkischen Dorfes. 1998.
⢠Henning Glawatz: Schloss Bßchold im Spiegel der Zeit. Geschichte eines unterfränkischen Adelssitzes. Rotabene-Data-Service, Rothenburg ob der Tauber 2012, ISBN 978-3-927374-98-0.
⢠Pleikard Joseph Stumpf: BĂźchold. In: Bayern. Ein geographisch-statistisch-historisches Handbuch des KĂśnigreiches. Zweiter Theil. MĂźnchen 1853, OCLC 643829991, S. 800â801 (Digitalisat).
⢠Vereinsring BĂźchold (Hrsg.): Sterbebilder von 1870â2001. 2001.
⢠Vereinsring Bßchold (Hrsg.): DVD Bßchold. 2003.
⢠Vereinsring Bßchold (Hrsg.): DVD 1225 Jahre Bßchold. 2013.
⢠Vereinsring BĂźchold (Hrsg.): BĂźchold und Sachserhof â Historische Bilder eines unterfränkischen Dorfes. 2015
⢠Wos hÄstÄ gsocht? oder âDas weggeworfene Gut.â Mundart aus BĂźchold. Hrsg.: HäbĂźÄchÄna. Verantw. fĂźr den Inhalt: Helmut RĂźth. Im Selbstverlag des Hrsg., 1988 (gateway-bayern.de).
Weblinks
Commons
: BĂźchold
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
⢠Bßchold auf der Website von Arnstein (Memento vom 9. Mai 2015 im Internet Archive)
⢠glockenzeit: Bßchold (MSP) Glocken der kath. Pfarrkirche St. Nikolaus und Mariä Heimsuchung auf YouTube, 5. Dezember 2020 (Laufzeit: 15:30 min).
⢠Bßchold in der Ortsdatenbank von bavarikon.
⢠Bßchold ⌠da fßhl ich mich wohl. Vereine. Events. Wanderwege. Vereinsring Bßchold e. V.
Einzelnachweise
cite-note-11. Zahlen, Daten, Fakten. Stadt Arnstein, archiviert vom Original am 15. November 2018; abgerufen am 15. November 2019 (Hauptwohnsitze).
cite-note-22. â Stadt Arnstein, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium fĂźr Digitales, abgerufen am 23. Februar 2025.
cite-note-0-33. â Erich FĂźller: Die Geschichte BĂźcholds in Kurzfassung. In: buechold-online.de. Abgerufen am 19. Februar 2025.
cite-note-44. â Wolfgang Schiedermair: Die âMeelbyrn, Paliurusâ in Adam Lonitzers âKreuterbuchâ (1679). Zur Kenntnis von X Sorbopyrus auricularis (Kroop.) Schneid. â Hagebuttenbirne. In: Medizinhistorische Mitteilungen. Zeitschrift fĂźr Wissenschaftsgeschichte und Fachprosaforschung. Band 34, 2015 (2016), ISSN 2511-7122, S. 87â96, hier S. 87 f.
cite-note-55. â Wolfgang Schiedermair: Gedanken zur Pflanzensymbolik in einer unterfränkischen Kirche. Der Chor der BĂźcholder Pfarrkirche St. Nikolaus und Mariae Heimsuchung als eigenständiger Teil des ikonographischen Konzeptes der Kirche. In: Cistercienser-Chronik. Band 109, 2002, S. 413â430.
cite-note-handbuch-bayer-mter-s491-77. â Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ămter, Gemeinden und Gerichte 1799â1980. C. H. Beck, MĂźnchen 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 491.
cite-note-88. â NĂźrnberger Zeitung. Nr. 229, 17. August 1845.
cite-note-1-99. â Wichtige Ereignisse. (Memento vom 18. Juli 2013 im Internet Archive) In: fc-host14.de.
cite-note-1111. â BĂźchold auf der Website von Arnstein (Memento vom 2. Februar 2017 im Internet Archive)
cite-note-1212. â BĂźchold auf der Website von Arnstein (Memento vom 9. Mai 2015 im Internet Archive)
cite-note-geschichte-s571-132. Walter Herdrich und Erich Fßller im Auftrag des Vereinsrings Bßchold e. V. (Hrsg.): Bßchold, Die Geschichte eines unterfränkischen Dorfes. Vereinsring Bßchold e. V., Bßchold 1998, DNB 956143997, S. 571 ff.
cite-note-1414. â Vereinsring BĂźchold e. V. (Hrsg.): BĂźchold und Sachserhof. Historische Bilder eines unterfränkischen Dorfes. Forest-Werbung, Karlstadt 2015, S. 255â258.